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Klassische Homöopathie beim septischen Koma
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Im folgenden Fall geht es um meine eigene Mutter, die mit einem septischen Koma im Krankenhaus im Sterben lag und der die Klassische Homöopathie in der bedrohlichsten Situation ihres ganzen Lebens die entscheidende Hilfe brachte. Was war geschehen? Meine Mutter verbrachte viele Jahre im Pflegeheim wegen eines hirnorganischen Psychosyndroms, das sich infolge unzähliger Elektroschocktherapien entwickelt hatte, die sie während meiner Jugendzeit erleiden musste. (Ihre Krankheit und die wenig befriedigenden Ergebnisse der klinischen Psychiatrie bei Depressionen im Verbund mit unverarbeiteten Kriegserlebnissen waren übrigens einer der Gründe für mich, die Klassische Homöopathie zu studieren). Während meines mehrjährigen Auslandsaufenthaltes – unterbrochen durch zahllose Besuche bei meiner pflegebedürftigen Mutter – bekam die damals 70-jährige eines Tages einen eitrigen Ausfluß. Wie meine späteren Recherchen ergaben, ließ ihr der wöchentlich vorbeischauende Hausarzt ein Antibiotikum verabreichen. Als sich nach einiger Zeit keine Besserung zeigte, sollte ihr die Pflegekraft ein anderes Antibiotikum geben. Dem Hausarzt unterlief leider ein fataler Fehler: Er verordnete die Antibiotika ohne körperliche Untersuchung und bei dem ausbleibendem Erfolg auch ohne Überweisung an einen Gynäkologen. So nahm das Verhängnis seinen Lauf. Die erste Information, die ich im Ausland erhielt, war ein Anruf aus dem Krankenhaus, dass meine Mutter in einem erbärmlichen Allgemeinzustand, abgemagert und dehydriert, und mit hohem Fieber eingeliefert worden sei. Der Oberarzt vermutete, dass die Ursache ihres Zustandes wahrscheinlich ein aufgebrochenes Gebärmutter-Karzinom sei. Aufgrund des hohen Fiebers von über 40° und des lebensbedrohlichen und stark geschwächten Zustandes werde man zunächst eine Entfieberung anstreben, bevor nähere Untersuchungen erfolgen sollten. Am nächsten Tag war das Fieber auch etwas zurückgegangen, aber nur für einige Stunden. Dann stieg es wieder auf über 41°an.Der Oberarzt rief mich erneut an und sagte zu mir: „Wenn Sie Ihre Mutter noch mal lebend wiedersehen möchten, dann sollten Sie sich umgehend auf den Heimweg machen.“ 24 Stunden später traf ich im Krankenhaus ein. Aber da war es schon zu spät. Sie war nicht mehr ansprechbar, sondern lag schon im Koma. Ihre Augen waren geschlossen; auf keinen Reiz reagierte sie; ich konnte sie laut ansprechen - nichts tat sich; auch nach der Auslösung eines Schmerzreizes blieben ihre Augen geschlossen. (Nach der Glasgow - Coma –Skala, mit der man auf einer Bandbreite von 3 bis 15 Punkten die Tiefe komatöser Zustände beurteilt, ergab sich bei meiner Mutter mit nur 3 Punkten der Zustand eines tiefen, schweren Komas). Ich brach in Tränen aus und saß den ganzen Tag weinend und keines klaren Gedanken fähig an ihrem Bett, aber sie erwachte nicht mehr. Am Abend versuchte ich, wieder etwas Fassung und einen klaren Kopf zu gewinnen, und fragte mich: Was würdest du homöopathisch tun, wenn es sich um eine Patientin handeln würde? Aufgrund meiner Studien wusste ich, dass schon mehrfach Menschen mittels Klassischer Homöopathie aus einem Koma wieder erwacht waren. Also konsultierte ich unsere Nachschlagwerke, aber die Rubrik „Komatöser Schlaf“ umfasst nicht weniger als 141 verschiedene homöopathische Mittel. Nur welches davon könnte ihr vielleicht noch helfen? Ferner wusste ich, dass hohes Fieber und ein eitriger Ausfluß in ihrem Fall eine bedeutsame Rolle spielten. Ich kombinierte nun Koma mit zymotischem Fieber, purulentem Fluor vaginalis, Kachexie und Facies hippocratica und kam auf Arsenicum album als herausragendem Mittel. Am nächsten Morgen fuhr ich sofort wieder ins Krankenhaus und gab meiner Mutter, die sich in unverändert tiefem Koma befand, die erste Gabe von Arsen, dem homöopathisch aufbereiteten Arsen natürlich. Gemäß dem biologischen Umkehrprinzip kann das weiße Arsen, mit dem man Menschen umbringen kann, in seiner homöopathisch aufbereiteten Form Patienten, deren Symptomatik dem Arsen- Vergiftungsbild in herausragender Weise ähnelt, wieder ins Leben zurückholen . Als sich nach 2 Stunden noch nichts getan hatte, wiederholte ich das Mittel, - und dann, endlich, nach über 3 Stunden öffnete meine Mutter, blinzelnd, ihre Augen. Sie lächelte mich mit schwachem Blick an – und schloß wieder die Augen. Aber wenige Minuten später öffnete sie sie wieder; und jetzt nahm sie mich schon deutlicher wahr. Es war also noch genügend Lebenskraft in ihr, so dass das richtige homöopathische Mittel noch seine Wirkung entfalten konnte. Aber wie lange würde die Wachphase anhalten? War es nur noch ein letztes kurzes Aufbäumen, eine kleine Zeitspanne für ein letztes Abschiednehmen? Ich wollte die Hoffnung nicht aufgeben, als sie wieder ins Koma zurückfiel, sondern platzierte die nächsten Globuli in ihrer Mundschleimhaut. Als sie dann endlich wieder erwachte, blieb sie auch für den Rest des Tages wach. Ich war überglücklich und unterrichtete umgehend den staunenden Stationsarzt. Tags darauf entfieberte sie und zwei Tage später hielt das Visite-Kollegium den Zeitpunkt für gekommen, meine Mutter zur gynäkologischen Untersuchung bringen zu lassen. Denn was die Ursache ihres Komas war, war ja immer noch unbekannt. Die Überraschung, die nun folgte, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Meine Mutter litt nicht an einem aufgebrochenen Gebärmutter-Karzinom, sondern um das Pessar herum (einem Ring, mit dem die inneren weiblichen Genitalien z.B. nach einem Gebärmuttervorfall wieder in die korrekte Lage gebracht werden können)um dieses Pessar hatte sich eine eitrige Entzündung entwickelt. Der Gynäkologe entfernte den Ring, und der Zustand meiner Mutter besserte sich täglich. Eine Woche später war sie wieder im Pflegeheim, und 3 Monate später hatte sie auch wieder ihr ursprüngliches Gewicht erreicht. Das Pessar hatte meine Mutter vor etlichen Jahren wegen eines Gebärmuttervorfalls eingesetzt bekommen. Als sie der Hausarzt wegen des eitrigen Ausflusses aufgesucht hatte, hätte sie ihm davon erzählen können, aber aufgrund der weit fortgeschrittenen Demenz war ihr ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Ausfluß und dem Pessar nicht bewußt. Und dem Hausarzt unterlief der folgenschwere Fehler, einer dementen Patientin ohne jede Untersuchung oder Überweisung an einen Gynäkologen ein Antibiotikum zu verordnen. Durch diese Verkettung unglücklicher Umstände geriet meine Mutter in ein septisches Koma, bei dem sie beinahe gestorben wäre. Aber glücklicherweise nahm alles einen guten Ausgang. Ich bin Dr. Samuel Hahnemann für die Entdeckung und Entwicklung der homöopathischen Heilmethode unendlich dankbar.
Dr. Nicolai Feddersen dr.feddersen@homoeopathie-flensburg.de Bei einer Sepsis durchströmen Bakterien in einer solchen Vielzahl den Körper, dass ein geschwächter und insbesondere älterer und geschwächter Organismus kaum eine Überlebenschance hat. In Deutschland erkranken jährlich rund 150.000 Menschen an einer Sepsis; 60.000 von ihnen sterben daran. Das sind mehr Todesopfer als durch Lungenkrebs, Brustkrebs oder Darmkrebs zu beklagen sind! Es gibt weder ein spezielles Medikament noch eine Behandlungsstrategie gegen Sepsis. Insbesondere Patienten mit geschwächten Abwehrkräften wie z.B. nach einer schweren Operation oder im hohen Alter können dem Bakterienansturm infolge einer Lungenentzündung oder Harnwegsinfektion kaum Einhalt gebieten. Die Sepsishäufigkeit hat sich in den letzten 20 Jahren verfünffacht! (Ist unser Immunsystem in den letzten 20 Jahren immer schwächer geworden?) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Jahr 2001 ein bundesweites Kompetenznetzwerk, an dem 40 Uni-Kliniken und Krankenhäuser angeschlossen sind, ins Leben gerufen, um „der nicht akzeptablen extrem hohen Sterblichkeit der Sepsis zu begegnen“ (SepNet). Dieses Kompetenznetzwerk zur Sepsisforschung und –bekämpfung vereint Infektiologen, Internisten, Neurologen, Chirurgen, Intensivmediziner, Epidemiologen, Labormediziner, Hygieniker, Immunologen, Biometriker, Biochemiker und Mikrobiologen (aber keine Klassischen Homöopathen).,,, |
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